Mobileread: txtrs vernetztes Lesen im Review

Obwohl das junge Unternehmen txtr bei seinem txtr reader noch mit Schwierigkeiten kämpft, hat sich in den letzten Wochen und Monaten einiges in anderen Bereichen getan. Im September 2009 wurde die Onlineplattform auf www.txtr.com um einen eBook-Store erweitert. Aufgrund bereits geschlossener Vereinbarungen u.a. mit den Verlagshäusern Droemer Knaur, Fischer, Kiepenheuer & Witsch sowie Rowohlt werden dort inzwischen mehrere Tausend deutschsprachige eBooks angeboten.
Im Dezember 2009 folgte eine neue Version der txtr iPhone Anwendung mit Unterstützung der Adobe DRM-Lösung. Die txtr iPhone-Anwendung ist derzeitig die einzige Anwendung, welche das Lesen von DRM-geschützen ePub-eBooks auf dem iPhone unterstützt. Angesichts der DRM-Sucht vieler deutschsprachiger Verlage ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal.

Es scheint also an der Zeit sich die txtr Onlineplattform sowie die iPhone Anwendung ein wenig genauer anzusehen. Die Ergebnisse wurden jetzt in einem entsprechenden Review bei MobileRead veröffentlicht.

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Januar 24, 2010 in ebooks
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Lawrence Lessig: “Das gegenwärtige Rechtssystem macht unsere Kinder zu Terroristen”

Auf golem.de erschien heute ein interessantes Interview mit Stanford-Jurist und Creative-Commons-Gründer Lawrence Lessig bezüglich der Kontroverse zwischen Urheberrecht und Kulturflatrate:

Die Kulturflatrate ist sicherlich nicht das Allheilmittel. Aber sie ist ein Anfang und ein Schritt in die richtige Richtung. Denn das gegenwärtige Rechtssystem macht unsere Kinder zu Terroristen. Die Industrie richtet mit der massenhaften Verfolgung von Jugendlichen einen großen gesellschaftlichen Schaden an und erreicht praktisch nichts. Denn das Tauschen geht munter weiter. Am Ende verdienen die Künstler nichts, die Industrie entwickelt keine innovativen Geschäftsmodelle, und eine ganze Generation junger Nutzer wird kriminalisiert. Die Kosten dieses Krieges sind zu hoch. Wir müssen ihn endlich stoppen!

Klare Worte für eine Kulturflatrate und gegen das derzeitige Vorgehen bzw. die derzeitige Haltung der Industrie. Wenn Industrie und die vielzitierte “Internet-Community”, die nunmal die heranwachsende Generation in weiten Teilen mit einschließt, sich nicht einigen können, wäre die “Kulturflatrate” wahrscheinlich wirklich so eine Art “gesellschaftlicher Kompromiss” zwischen Vergütung der Urheber und Interessen der Nutzer.

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Juni 19, 2009 in News, Politik, ebooks
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“Krisenkind”? Nein danke, ich ganz bestimmt nicht!

Zur Zeit stresst der UNISpiegel einen meiner Meinung nach ziemlich bescheuerten Neologismus: “Krisenkind”. Gemeint ist damit die Generation der heute 20- bis 35-Jährigen, welche die Wende, den Zusammenbruch des neuen Marktes, die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise, Klimaerwärmung sowie noch einige andere Ereignisse hautnah miterleben durften und dürfen.

Da werden Tests veröffentlicht (Generationstest: Sind Sie ein Krisenkind?), Jungautoren outen sich als Krisenkind und meinen “Steine schmeißen ist einfach nicht unser Stil”, manche Krisenkinder wollen laut UNISpiegel auch einfach “nur müde, schmutzig, durstig sein”, andere wiederum sind einfach nur “Jung, gut ausgebildet, chancenlos”. Insbesondere letzteren Artikel bezeichnet der UNISpiegel dann auch noch ganz stolz als “Momentaufnahme einer Generation”.

Da fehlen mir doch glatt fast die Worte. Was soll denn dieser Unsinn? Bin ich als 32-Jähriger jetzt also automatisch Teil einer hilf-, wehr- und chancenlosen Generation, die in der eigenen Melancholie geradezu ersäuft?

Das ist doch Blödsinn ganz nahe am Bild-Zeitungs-Niveau!

Ich lass mich ja durchaus als “Kind der Wende” o.ä. bezeichnen, wenn es denn schon unbedingt sein muss aber doch nicht als “Krisenkind”! Eine Krise bekommen höchstens andere Leute, wenn sie in meinen Umgang geraten. ;-)

Also kommt schon und hört ganz schnell wieder auf mit dem Unsinn von der “Krisenkindergeneration”.

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Juni 17, 2009 in Sonstiges
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Random House: “Guter Start für eBooks”

Wie die Verlagsgruppe Random House in ihrer Pressemitteilung vom 08.06.2009 schrieb, hatte die Markteinführung des Sony Readers spürbare, positive Auswirkungen auf den Handel mit eBooks:

Die Verlagsgruppe Random House konnte in den ersten Wochen nach der Einführung des Sony Readers in Deutschland mehr E-Books verkaufen als in den vorangegangenen drei Jahren zusammen. „Wir freuen uns sehr über diesen gelungenen Start – und werden weiter daran arbeiten, unsere führende Position unter den Publikumsverlagen im E-Book- Markt auszubauen“, erklärt Frank Sambeth, Chief Operating Officer der Verlagsgruppe Random House.
[..]

Insgesamt äußerte sich Random House insbesondere für die Zukunft positiv über das Potential des eBook-Marktes als “Erweiterung” des Buchmarkts. Eine erfrischend positive Meldung in einer Zeit, in der noch oftmals eine negative Einstellung zum eBook-Markt bei vielen Verlagen zu erkennen ist.

Insbesondere unter dem auch von boersenblatt.net, dem “Online Magazin für den deutschen Buchhandel”, gern genutzten Schlagwort “Internetpiraterie” wird derzeit viel über Chancen und Risiken von eBooks sowie um Urheberrecht und DRM-Systeme diskutiert. Leider stehen dabei oftmals tatsächlich weder die Bezüge der Autoren und Urheber noch die zahlungswilligen Kunden im Vordergrund. Anstelle über Verbesserungen an den derzeit noch sowohl in Quantität als auch in Qualität mangelhaften Angeboten zu sprechen, ließ sich bspw. auch Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, dazu hinreißen anlässlich der Eröffnung der Leipziger Buchmesse folgenden Kommentar in den Vordergrund zu stellen:

Wir werden in aller Schärfe gegen den illegalen Download, gegen den Diebstahl im Internet, vorgehen und die Gerichte mit Tausenden von Verfahren beschäftigen.

Matthias Ulmer, seines Zeichens Geschäftsführer des Verlages Eugen Ulmer sowie stellv. Vorsitzender des Verleger-Ausschuss im Börsenverein, ging wenig später in einer Debatte um das Urteil gegen The Pirate Bay sogar noch weiter:

[..]
Vollkommen absurd ist die Argumentation, dass wir Verlage uns gefälligst nach den Wünschen unserer Kunden zu richten haben. Und wenn wir das nicht tun, dann ist es eben normal, dass wir beklaut werden.
Wir sind freie Unternehmer und entscheiden über unsere Investitionen wie wir wollen. Gerade im Verlagswesen wird in Dinge investiert, obwohl kein Hahn danach kräht. Autor und Verleger finden es aber wichtig, ganz egal ob das Ihren Kulturbegriff erfüllt oder eben nicht.
[..]

(Im Volltext und Kontext nachzulesen bei boersenblatt.net: http://www.boersenblatt.net/317074/)

Das es jedoch nicht in jedem Fall die “bösen Internetpiraten” sind, die dafür sorgen, dass der eBook-Markt hierzulande noch nicht gleichermaßen wie in den USA in Gang gekommen ist sondern die Einstellung, Planung und Vorgehensweise der Anbieter bei der Entwicklung eines neuen Marktes eine entscheidente Rolle spielt, hatten zu diesem Zeitpunkt offenbar weder Herr Skipis noch Herr Ulmer erkannt.

Inzwischen scheint sich jedoch langsam auch beim Börsenverein des deutschen Buchhandels (welcher u.a. Gesellschafter von boersenblatt.net ist) Ernüchterung einzustellen. So sah sich bspw. auch der Arbeitskreis unabhängiger Sortimente im Börsenverein bezüglich der vollmundig angekündigten Volltext- und Verkaufsplattform libreka! vor Kurzem gezwungen einen offenen Brief an die Verlagsleitungen zu veröffentlichen. Darin wurden die “bitteren Tatsachen” aufgelistet und angeprangert:

Mit dem heutigen Datum stehen in libreka! genau 11.605 elektronische Bücher zum Verkauf zur Verfügung. Wenn man sich nun etwas näher anschaut, welche Titel dort erworben werden können, ergibt sich folgendes Bild:

Bereich Naturwissenschaften / Informatik / Technik: 6.318 Titel

Bereich Sozialwissenschaften: 3.504 Titel

Bereich Geisteswissenschaften: 1.160 Titel

Bereich Ratgeber: 275 Titel!

Bereich Belletristik: 185 Titel!

Bereich Reise: 3 Titel!

Bereich Div.: 160 Titel

Der offene Brief (in voller Länge hier nachzulesen) stellt somit defacto eine bittere Bankrotterklärung vor der Haltung vieler Verlage dar. Die desolate Lage von libreka! wurde bereits vorher u.a. in Spiegel Online Netzwelt unter dem vielsagenden Titel “Darum floppt das E-Book-Portal des Buchhandels” angeprangert.

Fazit: Leider scheint derzeit noch eine sehr kritisch zu betrachtende Haltung seitens der deutschen Verlagshäuser gegenüber dem eBook-Markt vorzuherrschen. Es werden vergleichsweise geringe Anstrengungen unternommen um den eBook-Markt ernsthaft auf die Kunden auzusrichten, führende Vertreter des deutschen Buchhandels machen jedoch bereits im Vorfeld die “bösen Internetpiraten” für die absehbaren, negativen Folgen verantwortlich. Von daher ist die Pressemeldung der Random House Verlagsgruppe ein positives Novum und es bleibt zu hoffen, dass andere Verlage im Sinne von Autoren und Kunden beginnen ihre Argumentation und Grundhaltung zu überdenken.

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Juni 17, 2009 in Literatur, Sonstiges, ebooks
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Sommer-Gewinnspiel: MobileRead verlost ein Lesegerät Deiner Wahl

Alexander Turcic, Gründer und Betreiber der MobileRead-Webseite sowie des bekannten Forums, kündigte heute das MobileRead Sommer-Gewinnspiel an.

Der Preis: Ein Wunsch-Lesegerät aus folgender Liste:

  • Amazon Kindle 2
  • Sony Reader PRS-700
  • Sony Reader PRS-505
  • Bookeen Cybook Gen3
  • Endless Ideas BeBook 1
  • Ectaco jetBook
  • oder jedes vergleichbare Lesegerät gleicher Preisklasse

Bitte beachten: Der Gewinner muss ein Gerät wählen, das offiziell in seinem Land vertrieben wird.

Die Teilnahmebedingungen sowie weitere Details können in der Ankündigung bei MobileRead nachgelesen werden: Sommer-Gewinnspiel: MobileRead verlost ein Lesegerät Deiner Wahl

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Juni 11, 2009 in News, Sonstiges, ebooks
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